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IN KÜRZE

Die Albert Koechlin Stiftung engagiert sich gemäss ihrem Stiftungszweck für eine lebendige Kulturlandschaft, fördert das Kulturschaffen und den Kunstgenuss. Im Jahr 2001 hat die AKS deshalb ein Wettbewerbsformat entwickelt, mit dem alle drei bis vier Jahre kulturelle Produktionen aus der Innerschweiz für die Innerschweiz realisiert werden.

Mit diesen Kulturprojekten ermöglicht die AKS vielschichtige Einblicke ins hiesige Kulturschaffen. Interessierte Kulturinstitutionen und Kulturschaffende erarbeiten Produktionen zu einem übergreifenden Thema und präsentieren sie während eines definierten Zeitraums der Öffentlichkeit. 

Die AKS initiiert die Ausschreibung, wählt die Fachjury, informiert, koordiniert die Aufführungsorte und -daten der von der Fachjury ausgewählten Produktionen und unterstützt die Leistungen der Projektträger:innen finanziell. Die AKS tritt selbst nicht als Veranstalterin oder Intendantin auf, sondern überlässt Organisation und Gestaltung der Veranstaltungen vollumfänglich den Projektträger:innen.

KULTURPROJEKT 2025

Das nächste Kulturprojekt der Albert Koechlin Stiftung wird für das Publikum im Jahr 2025 erlebbar sein: vom 7. April bis zum 22. Juni, in den Innerschweizer Kantonen Uri, Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Luzern.

Projektthema «schön?!.»

Schön? Schön! Schön. Ein Wort mit vielen Deutungen. Die Fragen, was schön ist und welche Funktion Schönheit hat, beschäftigen verschiedenste Disziplinen: Philosophie, Neurowissenschaft oder Psychologie, aber auch die Design- oder Fitnessindustrie – und natürlich die (schönen) Künste. Grundsätzlich gibt es zwei Perspektiven auf das Schöne: objektive Kriterien und individuelles Empfinden.

Gerade im Umfeld der Kunst gilt «schön» oft als oberflächlich, dekorativ, langweilig, konservativ. Ist Schönheit aus der Mode gekommen? Wie erklärt sich dann aber der anhaltende Hunger nach Schönem, das Streben nach Idealen, nach Optimierung des Selbst? Das Thema des Kulturprojekts 2025 regt an, zu untersuchen und darzustellen, was schön sein kann – auch im Verborgenen oder auf den zweiten Blick.

Ausschreibung

Die Ausschreibung für das Kulturprojekt 2025 richtet sich an Kulturschaffende und Veranstalter:innen aus den Bereichen Theater/Tanz/Literatur, Musik sowie Visuelle Kunst/Performance. Sie sind eingeladen, ihre Projekte zum Thema «schön?!.» bis zum 30. Oktober 2023 einzureichen. Welche Produktionen unterstützt werden, entscheidet im Anschluss eine Fachjury.

Eingabeberechtigt sind Kulturschaffende und Veranstalter:innen mit einem klaren Bezug zur Innerschweiz (Uri, Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Luzern). Die Projekte müssen in der Innerschweiz durchgeführt werden.

Alle Details zur Ausschreibung – inklusive Projektkriterien und Zeitrahmen – finden sich hier:

Ausschreibungsdossier Kulturprojekt 2025

Informationsveranstaltung vom 15. Mai 2023

Video-Zusammenfassung der Informationsveranstaltung; Direktlinks zu den einzelnen Kapiteln: 

Häufige Fragen

Wer sind Innerschweizer Kulturschaffende?

Unter Innerschweizer Kulturschaffenden verstehen wir alle, die einen Bezug zur Innerschweiz haben (hier geboren, hier wohnhaft oder eine starke Bindung zur Innerschweiz).

Muss die Premiere zwischen dem 8. April und dem 22. Juni 2025 stattfinden?

Ja.

Dürfen Projekte auch über den Zeitraum des Kulturprojektes hinaus aufgeführt werden (Aufführungen nach dem 22. Juni 2025)?

Die grosse Mehrheit der Aufführungen muss im Zeitraum des Kulturprojektes stattfinden. Aufführungen während der Sommerferien sind für das Publikum nicht attraktiv. 

Kann man Projekte eingeben, die bereits durchgeführt wurden?

Nein. Unterstützt werden nur Projekte, welche explizit für das Kulturprojekt «schön?!.» entwickelt wurden.

Zwei Seiten für den Projektbeschrieb sind wenig.

Ja, wichtig ist, auf maximal zwei Seiten zu beschreiben, worum es im Projekt geht. Im Dossier können jedoch zusätzlich noch Details erläutert werden.

Welches ist der maximale Beitrag, den die AKS an ein Projekt leistet?

Die AKS leistet einen Beitrag, damit das Projekt realisiert werden kann. Beiträge reichen von 5'000 bis ca. 100'000 Franken. Grossprojekte – bei denen die AKS damit nur einen kleinen Beitrag an die Realisierung leisten könnte – werden nicht unterstützt.

Sind auch kleinere Projekte willkommen, von Einzelpersonen/kleinen Gruppen?

Ja. Angestrebt wird ein vielfältiges Abbild der Innerschweizer Kulturlandschaft.

«Wiederholungstäter»: Können Gruppierungen, die bei früheren Kulturprojekten mitgemacht haben, wieder ein Projekt eingeben?

Die Projekte werden von der Fachjury aufgrund der Qualität und der Deckung mit den Projektzielen ausgewählt. Es gibt zahlreiche Gruppierungen, die mehrfach bei den Kulturprojekten teilgenommen haben.

Eingabe

Illustration: Luca Schenardi

Die Eingabe von Projekten erfolgt mittels offiziellem Online-Formular.
Eingabeschluss:
30. Oktober 2023, 12 Uhr
 

Eingabeformular Kulturprojekt 2025

Im Online-Formular ist ein PDF einzureichen. Es muss folgende Teile umfassen:
1. Deckblatt Eingabe:

Deckblatt Eingabe Kulturprojekt 2025
2. Projektdossier mit folgenden Beilagen:

  • Projektbeschrieb (maximal 2 A4-Seiten)
  • Geplante Durchführungen inkl. Daten, Orte, Aufführungen, Laufzeit, …
  • Detailliertes Budget inkl. Sozialabgaben
  • Angaben zur Trägerschaft
  • Angaben zu den Beteiligten Personen, Kurzbiografien
  • Überblick über vergangene und geplante Projekte
  • Medienberichte
  • Weitere Dokumente

Fachjury

Christian Sidler (Vorsitz), Fokus Theater/Tanz/Literatur

Historiker und Kulturmanager. Geboren 1966 in Sarnen, wohnt in Stalden ob Sarnen. Er arbeitete u.a. als Kulturjournalist, als Stiftungssekretär beim Freilichtmuseum Ballenberg und über 17 Jahre als Obwaldner Kulturbeauftragter. Seit 2017 ist er Geschäfts- und Produktionsleiter des Landschaftstheaters Ballenberg.

Sonja Hägeli, Fokus Theater/Tanz/Literatur

Wohnhaft in Zug, Historikerin und Kulturmanagerin. Sie arbeitete u.a. als Buchhändlerin und Verlagssekretärin in Zürich, später als stellvertretende Leiterin des Kulturzentrums Alte Kaserne in Winterthur und während sieben Jahren als erste Kulturbeauftragte der Stadt Zug. Seit 2006 ist sie bei der Ernst Göhner Stiftung verantwortlich für die Förderung von Theater-, Tanz- und Literaturprojekten in der ganzen Schweiz.

Sabrina Rohner-Troxler, Fokus Musik

Geboren und aufgewachsen in Ettiswil LU. Studium in Jazzgesang, Gesangspädagogik und Schulmusik II an der Hochschule Luzern. Während mehrerer Jahre war sie Mitglied im Schweizer Jugendchor, im Weltjugendchor und im Stimmorchester. Sie arbeitet als Gesangs- und Musiklehrerin, ist musikalisch aktiv mit ihrem A-cappella-Quartett famm und ihrer Band Franky Silence & Ghost Orchestra und hat die Festivalleitung und musikalische Co-Leitung vom Stimmen Festival Ettiswil.

Katrin Frauchiger, Fokus Musik

Sängerin und Komponistin, Dozentin für Gesang an der Musikhochschule Luzern. Mit einem breit gefächerten klassischen Konzertrepertoire von Barock bis zur Neuen Musik sowie im Jazz und in spartenübergreifenden Projekten tritt sie in Europa und den USA auf; sie hat zahlreiche neue Werke uraufgeführt. Ihre Kompositionen kommen in Europa, USA, Argentinien und China zur Aufführung. Sechs Jahre Künstlerische Leitung der Klassik-Saison der Villa Bernau (Wabern b. Bern), drei Jahre Vorstandsmitglied des FrauenMusikForum Schweiz (unter Präsidentin Simonetta Sommaruga), 2012 bis 2017 Mitglied der Musikkommission der Stadt Bern.

Rochus Lussi, Fokus Visuelle Kunst/Performance

Künstler, Bildhauer, Zeichner und in der Performance Art unterwegs seit 1992. Fünf Jahre Leitung Galerie Chäslager Stans, acht Jahre Kantonale Kulturkommission Nidwalden, fünf Jahre Vorstand visarte zentralschweiz und Leitung deren Ausstellungsgruppe, seit 2014 künstlerischer Beirat der Kunsthalle Luzern. Arbeit als Kurator in Ausstellungs- und Performance-Projekten. Gründung des Performance-Formates «happen».

Eva Maria Odermatt, Fokus Visuelle Kunst/Performance

Grafikerin, Künstlerin und Kulturmanagerin. Sie eröffnete und kuratierte die temporäre Galerie «Zeythuis» in Stans, organisierte das charmante Musikfestival «Hofair» in Dallenwil, wirkte als technische Leiterin am Volkskulturfest «Obwald» und begründete den feministischen Jodelchor «Echo vom Eierstock» mit. In den vergangenen vier Jahren war sie Mitglied der Kantonalen Kulturkommission Nidwalden.

Norbert Bossart, Fokus Budget Eingaben und Beitrag AKS, ohne Stimmrecht

Wohnhaft in Schötz, Primarlehrer, Absolvent des Medienausbildungszentrums Luzern (MAZ), heute stv. Chefredaktor/Leiter Ressort Hinterland des Willisauer Bote. Mitgründer des Kulturvereins Träff Schötz und seit 1984 Mitinitiant diverser Kulturprojekte. Von 2007 bis 2015 Mitglied der kantonalen Wettbewerbskommission des Bildungs- und Kulturdepartements Luzern. Seit 2007 Medienverantwortlicher des Verbunds Kulturlandschaft Luzern.

Philipp Christen, Fokus Budget Eingaben und Beitrag AKS, ohne Stimmrecht

Wohnt auf der Rigi. Primarlehrer, dipl. Ing. Allgemeine Informatik. Seit 2009 Projektleiter bei der Albert Koechlin Stiftung. Projektleiter Kulturprojekte «sagenhaft», «Sehnsucht» und «schön?!.».

Dokumente und Links

KULTURPROJEKTE 2001–2022

Im Jahr 2022 widmete sich das AKS-Kulturprojekt dem Motto «Innereien»: Vom 16. März bis zum 15. Juni 2022 waren 20 Produktionen aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Performance, visuelle Darstellung und Literatur zu entdecken.

Insgesamt fanden 161 einzelne Veranstaltungen an 39 verschiedenen Veranstaltungsorten in der Innerschweiz statt. Über 280 Innerschweizer Kulturschaffende haben mitgewirkt; über 9000 Personen haben die Veranstaltungen besucht. 

Programmheft «Innereien»
Medienmitteilung vom 4. Juli 2022: Schlussbilanz «Innereien»
Medienmitteilung vom 16. März 2022: Eröffnung «Innereien»

innereien.ch

Mit «Innereien» hat die Albert Koechlin Stiftung 2022 bereits das siebte Kulturprojekt realisiert. Die vorangegangenen Projekte:

Die andere Zeit (2019)  Programmheft
Sehnsucht (2016)  Programmheft
sagenhaft (2013)  Programmheft
transit09 (2009)

Die Goldenen 20er (2005)

Barocker Mai (2001)

KONTAKT

Kontaktperson

Philipp Christen

philipp.christen@aks-stiftung.ch
+41 41 226 41 36