Umweltpreis 2026 der AKS für Stadtblüte und ERDIG
Mit der Vergabe des Umweltpreises an ERDIG Living Soils AG und Stadtblüte würdigt die Albert Koechlin Stiftung (AKS) den Einsatz für die Umwelt im Bereich der Bodenverbesserung sowie der Biodiversitätsförderung. Beide Preisträger:innen leisten einen wichtigen Beitrag zu lokalen Produktionsmustern und zum Schliessen von Kreisläufen. Die Umweltpreise sind mit je 40'000 Franken dotiert und werden dieses Jahr zum 21. Mal vergeben.
Stadtblüte, Luzern
Mit Stadtblüte produziert Barbara Lantschner pestizidfreie, lokal gewachsene und CO2-neutrale Schnittblumen – und schafft so zugleich kleine Paradiese der Biodiversität mitten in der Stadt. Ihre Blumen verwandeln einst brache Flächen in gepflegte, üppige Staudenpflanzungen. So entsteht ein variierendes Blütenangebot, das den Kund:innen in natürlichen und saisonalen Arrangements jahreszeitliche Farben und Düfte nach Hause bringt.
Barbara Lantschners Leidenschaft für Blumen wurzelt auf dem Bauernhof im Südtirol, wo sie aufgewachsen ist. Die ausgebildete Gärtnerin und Landschaftsarchitektin arbeitete mehrere Jahre als Projektleiterin in verschiedenen Landschaftsarchitekturbüros. Mit der Vision «Blumen von hier – unter der Luzerner Sonne gewachsen» gründete sie vor vier Jahren das Unternehmen Stadtblüte.
ERDIG Living Soils AG, Meggen
«Veränderung beginnt im Boden»: Nach diesem Credo engagiert sich Alain Huber mit ERDIG für regenerative Ansätze in der Bewirtschaftung von Landwirtschaftsflächen. Gemeinsam mit verschiedenen Partner:innen entwickelt ERDIG einerseits mikrobiell hochwertige Kompostextrakte und anderseits spezialisierte Maschinen. Diese schaffen bis zu drei Arbeitsschritte in einer Überfahrt: Saatbeet vorbereiten, aussäen und Kompostextrakt ausbringen.
Weniger und leichtere Überfahrten verhindern eine Bodenverdichtung. Mit Lohnarbeit stellt ERDIG diese Maschinen Landwirt:innen zur Verfügung. Durch Kombination der verschiedenen Massnahmen unterstützt ERDIG die Regenerierung der Böden: Sie produzieren mit weniger Mitteln gesunde Nahrung, sind wirtschaftlich rentabler, binden mehr CO2 und sind resistenter gegen äussere Einflüsse.
AKS-Umweltpreis: Engagement für Natur, Umwelt, Lebensraum
Seit 2005 vergibt die Albert Koechlin Stiftung jährlich Umweltpreise. Die Umweltpreise werden an natürliche Personen, an Personengruppen oder an juristische Personen vergeben, die sich durch besondere Leistungen im Sinne der Handlungsgrundsätze der AKS für das Engagement im Ressort Natur, Umwelt, Lebensraum ausweisen.
Preisvergabe am 12. Juni 2026
Die AKS vergibt die diesjährigen Umweltpreise am 12. Juni 2026 im Rahmen einer Feier im Kulturhof Hinter Musegg.