Umweltpreis 2026 der AKS: Stadtblüte und ERDIG feierlich geehrt
Am Freitagabend, 12. Juni 2026 würdigte die Albert Koechlin Stiftung (AKS) die zwei diesjährigen Umweltpreisträger:innen: Stadtblüte und ERDIG Living Soils AG. Die beiden Preise wurden im Rahmen einer Feier im Kulturhof Hinter Musegg übergeben; sie sind mit je 40'000 Franken dotiert.
Preisverleihung vom 12. Juni 2026
An der Preisverleihung betonte der AKS-Stiftungsrat Ivo Roos den Beitrag der Preisträger:innen zur Förderung einer umweltbewussten und zukunftsfähigen Gesellschaft. Die Preisträger:innen engagieren sich im Bereich der Bodenverbesserung sowie der Förderung von Biodiversität und lokalen Produktionsmustern.
Stadtblüte, Luzern
Mit Stadtblüte produziert Barbara Lantschner pestizidfreie, lokal gewachsene und CO2-neutrale Schnittblumen – und schafft so zugleich kleine Paradiese der Biodiversität mitten in der Stadt. Ihre Blumen verwandeln einst brache Flächen in gepflegte, üppige Staudenpflanzungen. So entsteht ein variierendes Blütenangebot, das den Kund:innen in natürlichen und saisonalen Arrangements jahreszeitliche Farben und Düfte nach Hause bringt.
Barbara Lantschners Leidenschaft für Blumen wurzelt auf dem Bauernhof im Südtirol, wo sie aufgewachsen ist. Die ausgebildete Gärtnerin und Landschaftsarchitektin arbeitete mehrere Jahre als Projektleiterin in verschiedenen Landschaftsarchitekturbüros. Mit der Vision «Blumen von hier – unter der Luzerner Sonne gewachsen» gründete sie vor vier Jahren das Unternehmen Stadtblüte.
Barbara Lantschner: «Dieser Preis ist für meine tägliche Arbeit weit mehr als eine Anerkennung – er ist eine enorme Bestätigung und ein unglaublicher Motivationsschub. Er zeigt, dass mein Engagement für einen lokalen Schnittblumenanbau und die gleichzeitige Aufwertung von ungenutzten Flächen in der Stadt wahrgenommen und geschätzt wird.»
ERDIG Living Soils AG, Meggen
«Veränderung beginnt im Boden»: Nach diesem Credo engagiert sich Alain Huber mit ERDIG für regenerative Ansätze in der Bewirtschaftung von Landwirtschaftsflächen. Gemeinsam mit verschiedenen Partner: innen entwickelt ERDIG einerseits mikrobiell hochwertige Kompostextrakte und anderseits spezialisierte Maschinen. Diese schaffen bis zu drei Arbeitsschritte in einer Überfahrt: Saatbeet vorbereiten, aussäen und Kompostextrakt ausbringen. Weniger und leichtere Überfahrten verhindern eine Bodenverdichtung. Mit Lohnarbeit stellt ERDIG diese Maschinen Landwirt:innen zur Verfügung.
Durch Kombination der verschiedenen Massnahmen unterstützt ERDIG die Regenerierung der Böden: Sie produzieren mit weniger Mitteln gesunde Nahrung, sind wirtschaftlich rentabler, binden mehr CO2 und sind resistenter gegen äussere Einflüsse.
Alain Huber: «Der Umweltpreis hat für ERDIG auf vielen Ebenen einen sehr grossen Wert. Die Anerkennung für die Bodengesundheit nimmt spürbar Fahrt auf – wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte aktiv zu gestalten.»
AKS-Umweltpreis: Engagement für Natur, Umwelt, Lebensraum
Seit 2005 vergibt die Albert Koechlin Stiftung jährlich Umweltpreise. Die Umweltpreise werden an natürliche Personen, an Personengruppen oder an juristische Personen vergeben, die sich durch besondere Leistungen im Sinne der Handlungsgrundsätze der AKS für das Engagement im Ressort Natur, Umwelt, Lebensraum ausweisen.