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Nachhaltiges Einkaufen ist ein Trend

Clever unterwegs beim Einkaufen

Nachhaltiges Einkaufen ist ein Megatrend. Primär im Fokus steht dabei die Art und Weise, wie Produkte hergestellt oder transportiert wurden. Selten wird jedoch darüber gesprochen, wie der Einkaufsweg selbst nachhaltig zurückgelegt werden kann. Mit der ersten Aktionswoche «clever unterwegs im Fussverkehr» rückt die Albert Koechlin Stiftung solche und ähnliche Fragen in den Vordergrund und bietet mit der stark vergünstigten Abgabe von Einkaufstrolleys eine konkrete Lösung an, um den Umstieg vom gewohnten Einkauf mit dem Auto auf den klimafreundlichen Einkauf zu Fuss zu fördern.

Dass der Autoverkehr mit über einem Drittel einen wesentlichen Anteil unseres CO2-Ausstosses verursacht, ist hinlänglich bekannt. Nach Freizeit und Arbeit ist Einkauf der dritthäufigste Grund, unterwegs zu sein. Weil gleichzeitig fürs Einkaufen mehrheitlich das Auto gewählt wird, ist der Einkaufsverkehr besonders klimaschädlich. Angesicht dessen, dass drei Viertel der Wege kürzer als fünf Kilometer sind, ist es eigentlich nicht nachvollziehbar, weshalb das Auto in drei Vierteln aller Fälle zum Einkaufen eingesetzt wird.

Nachhaltiger Einkaufsweg

Der wohl wichtigste Ansatz für nachhaltige Einkaufswege ist das Einkaufen in der direkten Umgebung. Bei einem Drittel der Einkaufswege mit einer Länge von unter einem Kilometer wäre dies gegeben. Trotz bester Fussverkehrsdistanz fährt manche und mancher am Samstagmorgen doch lieber schnell mit dem Auto zum Bäcker oder zum Grossverteiler, obschon der Weg zeitnah und entspannt auch zu Fuss zurückgelegt werden könnte.

Nachhaltig schleppen

Oft wird beim Einkaufen auch argumentiert, die Menge der Einkäufe wäre zu gross, um zu Fuss getragen zu werden. Fakt ist jedoch, dies hat eine Untersuchung in der Agglomeration Zürich ergeben, dass fast 60 % der Einkäufe in einer Tragtasche Platz finden und damit ohne Auto nach Hause gebracht werden können. Wird die Tasche zu schwer, gibt es eine echte Alternative, um nachhaltig unterwegs zu sein – den Einkaufstrolley.

Einkaufstrolley zum ersten

Als «Tante-Oma-Wägeli» mit einem antiquierten Image behaftet, erlebt der Trolley einen Aufschwung als trendy Qualitätsprodukt. Der praktische Helfer, der so klein im Gang oder Treppenhaus versorgt werden kann, ist ein wahres Transportmultitalent. Für den Wocheneinkauf ist er genauso praktisch wie für die Entsorgungstour. Auch beim einen oder anderen Spezialeinsatz erleichtert der Trolley das Unterwegssein: sowohl zum Zelten auf dem Campingplatz als auch beim Tagesausflug an den Badeort ersetzt er die gewohnte Autofahrt.

Clever unterwegs

Genau hier setzt die Albert Koechlin Stiftung mit ihrem Projekt «clever unterwegs im Fussverkehr» an. Mit einer Fussverkehrswoche setzt die Stiftung den Fussverkehr einer Gemeinde ins Zentrum und fördert das lokale Einkaufen. In Horw startet vom 18. – 26. September 2021 die erste von insgesamt zehn geplanten Fussverkehrswochen in der Innerschweiz.

Einkaufstrolley zum zweiten

Während der Fussverkehrswoche erhalten Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Gemeinde die Möglichkeit, hochwertige Einkaufstrolleys zu sehr günstigen Konditionen zu beziehen. Abgegeben werden nicht irgendwelche Massenprodukte. Der Albert Koechlin Stiftung ist es ein Anliegen, qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte Einkaufstrolleys anzubieten.

Swiss Made

Mit der Urner Manufaktur KoKoTé fand die AKS einen idealen Partner für das Design, die Entwicklung und die Herstellung des neuen Produkts. Als Arbeits- und Integrationsprojekt gibt KoKoTé Flüchtlingen sinnstiftende Perspektiven, kombiniert Bildung und Arbeit zu einem sinnvollen Ganzen und unterstützt die Angestellten im Alltag. Durch die Arbeit bei KoKoTé lernen Mitarbeitende die Schweizer Arbeitswelt kennen, erhöhen ihre Deutschkenntnisse und erhalten an zwei Halbtagen pro Woche individuelle Nachholbildung.

Kreislaufwirtschaft

Durch den Einsatz ökologischer Materialien löst KoKoTé den Anspruch bezüglich echter Nachhaltigkeit ein. Der Stoff des Einkaufstrolleys, Econyl wird beispielsweise vollständig aus recyceltem Nylon hergestellt. Hierfür werden Plastikabfälle aus Mülldeponien und Ozeanen (Fischernetze) verwendet. Aus gebrauchtem Material entsteht gleichwertiges, wie neu hergestelltes Nylon, welches immer wieder recycelt werden kann und damit eine Kreislaufwirtschaft ermöglicht.

Die Quadratur des nachhaltigen Einkaufens

Mit dem Einkaustrolley der AKS, der genauso zu Fuss rollend, als Rucksack getragen oder mit Kupplung am Velo fahrend eingesetzt werden kann, wird klimafreundliches Einkaufen Realität. Wer dann noch lokal, regional und saisonal einkauft, leistet einen Beitrag zur angestrebten CO₂-Reduktion und einer lebenswerten Zukunft.