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Fünf erfolgreiche Jahre Jugend-WG

Vor fünf Jahren wurde die erste teilbegleitete Jugend-WG der Albert Koechlin Stiftung (AKS) eröffnet. Sie bietet Jugendlichen in Ausbildung ein günstiges und stabiles Zuhause, welches ihnen Orientierung und Halt gibt, damit sie sich auf ihre persönliche und berufliche Entwicklung fokussieren können. In den letzten fünf Jahren durfte die Jugend-WG AKS viele Jugendliche auf ihrem Weg begleiten und deren persönliche Fortschritte miterleben. Mittlerweile verfügt die Stiftung über drei Wohngemeinschaften in der Stadt Luzern, in welchen jeweils drei bis vier Jugendliche wohnen.

Wenn Jugendliche unter einer angespannten oder konfliktbeladenen Wohnsituation leiden, fällt es ihnen oft schwer, sich auf die Ausbildung zu konzentrieren. In der Jugend-WG AKS erhalten Jugendliche, welche sich in einer solchen Situation befinden, eine stabile Wohnsituation und sozialpädagogische Begleitung durch Fachpersonen. An wöchentlichen WG-Sitzungen und individuellen Gesprächen werden die Jugendlichen in ihren Anliegen unterstützt, damit sie sich auf ihre persönliche Entwicklung und ihre Ausbildung konzentrieren können. Ziel ist, dass sie ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen und sich so nachhaltig in der Berufswelt integrieren können.

Die erste Jugend-WG AKS wurde im Jahr 2016 in der Stadt Luzern eröffnet. Aufgrund der stetigen Nachfrage und Wartelisten erfolgte im Juli 2017 die Eröffnung der zweiten und im Mai 2018 die Eröffnung der dritten Jugend-WG. Insgesamt verfügt die Albert Koechlin Stiftung mittlerweile über zehn Wohnplätze für junge Männer und Frauen in Ausbildung. Seit Eröffnung der ersten Jugend-WG haben sich etwas mehr als 150 Jugendliche für die Jugend-WG AKS angemeldet. Davon sind schliesslich 31 Jugendliche in die JugendWG AKS eingezogen. Nicht alle Jugendlichen erfüllen die Voraussetzungen: Sie müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und sich in einer Ausbildung (Lehre, Praktikum, Schule) befinden. Da die Jugend-WG keine engmaschige Betreuung anbietet, müssen die Jugendlichen zudem bereits eine gewisse Selbstständigkeit mitbringen.

In der Regel wohnen die Jugendlichen bis zum Abschluss ihrer Erstausbildung in der Jugend-WG. In dieser Zeit lernen sie einen eigenen Haushalt zu führen und die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen, sodass sie danach bereit sind, in eine selbstständige Wohnform überzutreten. Frühzeitige Austritte erfolgen beispielsweise, wenn eine engere Begleitung benötigt wird oder wenn die Ausbildung abgebrochen wird. So betrug die Aufenthaltsdauer in der Jugend-WG in den letzten fünf Jahren zwischen 3 und 36 Monate.

Die Unterstützung der Jugendlichen ist sehr individuell. Nebst Fragen zur Haushaltsführung und WG-Organisation wünschen die meisten Jugendlichen Unterstützung bei Behördengängen oder administrativen Angelegenheiten wie Rechnungen bezahlen, Post bearbeiten oder Stipendienanträge ausfüllen. Weitere Beratungsthemen sind Fragen zu Ausbildung, Wohnkompetenz und Freizeit. Viele sind zudem froh, eine Ansprechperson im Alltag zu haben, mit welcher sie über ihre Situation, ihre Ängste und Perspektiven sprechen können.

„Es ist sehr beeindruckend, mit wie viel Einsatz und Motivation die Jugendlichen in teils schwierigen Situationen ihre Ziele verfolgen“, hält Claudia Bühler, Leiterin Jugend-WG der Albert Koechlin Stiftung fest und fügt an „Umso mehr freut es uns, dass bereits fünf erfolgreiche Lehrabschlüsse gefeiert und mehrere Übertritte in eine selbstständige Wohnform stattfinden konnten. Dies wiederum motiviert uns, uns weiterhin mit grossem Einsatz für Jugendliche in erschwerten Bedingungen einzusetzen und ihnen dadurch den Einstieg in die Arbeitswelt und in ein selbstständiges Wohnen zu erleichtern.“

Interessierte Jugendliche können sich jederzeit für ein unverbindliches Erstgespräch anmelden.

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Claudia Bühler
Leitung Jugend-WG