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«piiik»: Sechs Projekte werden weiter unterstützt

Mit ihrem Förderprogramm «piiik» unterstützt die Albert Koechlin Stiftung innovative Ideen aus der Innerschweiz. Der Fokus des Föderprogramms liegt auf Projekten, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. Im Rahmen einer Ausschreibung für Förderbeiträge hat eine Fachjury sechs Projekte ausgewählt, die Beiträge für die Umsetzungsphase erhalten.

Zweistufiges Jurierungsverfahren

Im Sommer 2021 lancierte die Albert Koechlin Stiftung (AKS) das neue Förderprogramm «piiik» – und damit eine Ausschreibung für Projekte, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. In einer ersten Stufe wurden Ende 2021 aus 47 eingereichten Projektskizzen 16 Projekte für die Weiterbearbeitung ausgewählt. Die ausgewählten Projekte konnten bis Ende März 2022 einen detaillierten Projektbeschrieb ausarbeiten und erhielten dazu einen einmaligen Unterstützungsbeitrag in der Höhe von je 3000 Franken. In der Folge wurden die ausgearbeiteten Projektbeschriebe von einer Fachjury beurteilt. Sie wählte sechs Projekte aus, die nun Unterstützung in der Umsetzung erhalten.

«Dank des zweistufigen Jurierungsprozesses hatten wir die Chance zu sehen, wie sich aus skizzierten Ideen spannende und sinnhafte Projekte entwickelten. Engagierte Menschen und Institutionen aus der Innerschweiz zeigten in den sechzehn vorliegenden Projektbeschrieben konkret auf, wie der Zusammenhalt in der Gesellschaft gefördert werden kann», sagt Anna Balbi, Projektleiterin des Förderprogramms.

Lösungsansätze für aktuell relevante Themen

Der Fachjury sei es nicht leichtgefallen, aus den vielfältigen Eingaben eine Auswahl zu treffen. «Die sechs ausgewählten Projekte zeigen jedoch schön auf, wie unterschiedlich die eingereichten Projekte wirken wollen», so Anna Balbi: «Von Regionalentwicklung über Förderung des Energiewandels zu Arbeitsintegration, Generationenaustausch, Inklusion und identitätsstiftendem, interkulturellem Austausch – für viele zurzeit sehr relevante Themen zeigen sie Lösungsansätze. Dazu nutzen sie Kooperation und Austausch. Wir freuen uns sehr darauf, die Initiantinnen und Initianten weiter zu begleiten.»

Die Albert Koechlin Stiftung unterstützt die sechs ausgewählten Projekte während drei Jahren mit insgesamt 770'000 Franken sowie mit Beiträgen an die Beratung durch Fachpersonen. Überdies können sie von Workshops und Erfahrungsaustausch mit den anderen Projektträgern profitieren.

Forum zum Thema «Die neuen Solidaritäten»

Jährlich wird die AKS zudem eine öffentliche Veranstaltung rund um Fragen des Zusammenhalts in der Gesellschaft lancieren. Das erste «piiik»-Forum findet unter dem Titel «Die neuen Solidaritäten» am Mittwoch, 9. November 2022, 14.00 bis 18.00 Uhr im Culinarium Alpinum in Stans statt. Weitere Informationen zum Programm werden im Sommer unter www.piiik.ch/forum bekanntgegeben.

Zusammensetzung der Fachjury:

  • Andréa Belliger, Digitalisierungsforscherin / IKF Luzern und PH Luzern
  • Yannick Blättler, Gründer und Inhaber / Neoviso AG
  • Beat Bühlmann, Journalist / Gerontologe
  • Beate Eckhardt, Strategie- und Philantropieberaterin / Eckhardt Consulting
  • Flurina Landis, Politologin / Interface
  • Muriel Langenberger, Political entrepreneur / Swiss Society Lab

Folgende sechs Projekte erhalten einen Förderbeitrag an die Umsetzung:

Innerschweiz

energy seniors

Energieseniorinnen und Energiesenioren werden mit «energy seniors» die Möglichkeit erhalten, sich für die Energiewende zu engagieren und ihr Fachwissen und ihre Kompetenzen für eine nachhaltige Energiezukunft einzusetzen. Dazu wird als Trägerschaft der Verein «energy seniors» gegründet sowie eine Austausch- und Wissensplattform eingerichtet und gepflegt.

Das Projekt «energy seniors» stellt die langjährige Expertise von Seniorinnen und Senioren in den Bereichen Energie und Klima einer breiten Bevölkerung zur Verfügung. Mit dem Projekt wird der Austausch und der Wissenstransfer zwischen den Generationen gefördert, zudem wird ein unkomplizierter und niederschwelliger Zugang zu Erstberatung und Expertise in diesen Bereichen ermöglicht. Damit hilft das Projekt den momentan sehr grossen Bedarf an Fachwissen abzudecken und leistet einen gemeinnützigen Beitrag an die Energiewende. Das Projekt hat überdies Potential für eine Anwendung auf andere Branchen.

OekoWatt AG, Res Wyler, res.wyler@oekowatt.ch

Perlen der Zeit

Im künstlerischen Begegnungsprojekt «Perlen der Zeit» trifft eine Schulklasse auf eine freiwillige Senior:innengruppe und erarbeitet ausgehend von den eigenen Geschichten ein theatrales Gemeinschaftswerk – ganz im Sinne einer Kultur des Erinnerns.
Unter dem Titel «Perlen der Zeit» entwickelt das Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule ein Projekt, das den höchst relevanten Austausch zwischen den Generationen fördert. In Kooperation mit Pro Senectute und den teilnehmenden Schulen werden in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess in verschiedenen Gemeinden der Innerschweizer Kantone Theaterprojekte mit Senior:innen und Kindern erarbeitet und aufgeführt. Die Projekte zeichnen sich durch ihre Zielsetzung und einen klar definierten Prozess aus.

Zentrum Theaterpädagogik der PH Luzern, Ursula Ulrich, ursula.ulrich@phlu.ch

Kanton Nidwalden

Die bunte Spunte

Der Verein Bistro Interculturel und der Verein Spuntan bauen im Kanton Nidwalden, zentral in Stans, ein Gemeinschaftszentrum «die bunte Spunte» auf. Beide Vereine haben zum Ziel, die Kohäsion in der Nidwaldner Gesellschaft zu stärken. Deshalb wollen sie ein niederschwelliges, partizipatives Gemeinschaftszentrum aufbauen.

Beim Gemeinschaftszentrum «die bunte Spunte» handelt es sich um eine Initiative der etablierten Organisationen Bistro Interculturel und Verein Spuntan, die mit dem Gemeinschaftszentrum in Nidwalden gemeinsam ein Begegnungs- und Kohäsionsprojekt lancieren. Diese Kooperation und die Projektidee haben grosses Potential. Gemeinsam mit der Bevölkerung wird ein interkulturelles und ausserordentlich partizipatives Angebot des Austausches und Wissenstransfers entwickelt.

Vereine Spuntan und Bistro Interculturel, Lukas Moor, info@bistro-interculturel.ch

Kanton Luzern

Die Sphäre

«Die Sphäre» ist die Anlaufstelle für Innovation, mobiles Arbeiten, Wissenstransfer, gemeindeübergreifende Vernetzung und Bildung in der Region Entlebuch. Sie bringt Unternehmen und Gesellschaft zusammen und fördert und gestaltet eine innovative und nachhaltige Mikroökonomie in der Region.

Das Projekt «Die Sphäre» verspricht einen zukunftsorientierten Ansatz der Regionalentwicklung. Die «neue» Arbeitswelt trifft auf die Luzerner Landschaft und trägt dabei zu einer neuen, positiven Haltung gegenüber der digitalen Transformation bei. Das Projekt hat über die Wirkung vor Ort hinaus Modellcharakter in den Bereichen Vernetzung, Wissensaustausch und Standortentwicklung. Die Initiative will mit dieser Austausch- und Vernetzungsplattform die Wertschöpfung in der Region stärken, leistet einen Beitrag zur Identifikation der jüngeren Generation mit ihrer Herkunftsregion und macht deren Kompetenzen in der Region nutzbar.

Die Sphäre, Monika Zihlmann, monika@die-sphaere.ch

Lieferdienst Stadt und Agglomeration Luzern

Der Verein Wärchbrogg und die IG Arbeit gehen eine langfristige, strategische Kooperation ein, um allen Geschäften und Kunden in der Stadt Luzern und Agglomeration einen attraktiven, digitalen und nachhaltigen Hauslieferdienst anzubieten. Die Kunden können ihre Einkäufe im Geschäft deponieren und via App zur Abholung anmelden.

Mit dem Projekt Lieferdienst Stadt und Agglomeration Luzern zeigen die zwei lokalen NGOs Verein Wärchbrogg und IG Arbeit einen kooperativen, gesellschaftlich sehr relevanten, operativen Ansatz im Bereich der Arbeitsintegration und des Austauschs auf. Das Projekt wirkt mehrdimensional und trägt nebst der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung ins Erwerbsleben und des Austauschs zwischen Kund:in und Lieferant:in dazu bei, dass Bewohnerinnen der Stadt länger zuhause wohnen können und die Innenstadt für den Einkauf attraktiv bleibt.

Verein Wärchbrogg Luzern, Norbert Bucheli, n.bucheli@waerchbrogg.ch
IG Arbeit Luzern, Marc Pfister, marc.pfister@igarbeit.ch

Vereinbar

Das Neubad und die Stiftung Rodtegg wollen gemeinsam Inklusion in der Kultur fördern, indem ein Teil der geschützten Arbeitsplätze von der Institution ins Neubad verlegt werden. Menschen mit und ohne körperliche Beeinträchtigung werden an einem Arbeits- und Kulturort zusammengebracht.

Das Projekt «Vereinbar» der Institutionen Neubad Luzern und Stiftung Rodtegg hat das Potential als Vorzeigeprojekt für Inklusion. Mit der Kooperation eines kreativen Kulturhauses und einer Institution für Menschen mit Beeinträchtigung wird die Inklusion ganz konkret, wirksam und sichtbar gefördert – und gelebt. Darüber hinaus strebt das Projekt einen institutionellen Wissenstransfer über die Projektträgerschaft hinaus an, dessen Qualität durch wissenschaftliche Begleitung sichergestellt wird.

Netzwerk Neubad, Laurin Schwob, personal@neubad.org
Stiftung Rodtegg, Regula Amgarten, regula.amgarten@rodtegg.ch